Aktuell aus der Presse - Demo verschoben!

Gespräche laufen - Niedersachsens Gärtner wehren sich weiter gegen Sonntagsverkaufsverbot

Die für den 21. Juni 2011 in Hannover anberaumte Gärtner-Demo (www.gaertner-demo.de) findet vorerst nicht statt, sondern wird verschoben. Der neue Termin wird kurzfristig bekannt gegeben, ließen die niedersächsischen Gärtner gegenüber der TASPO wissen.
Anlass für die Demo war der Erlass des niedersächsischen Sozialministeriums zum Sonntags- Verkaufsverbot in Gartencentern und Gärtnereien mit mehr als 700 Quadratmeter zugängliche Verkaufsfläche. Die geplante Gärtner-Demo in Hannover findet allerdings vorerst nicht statt. Dass die Gärtner mit den örtlichen Politikern, den Landtagsabgeordneten, ins Gespräch gekommen sind, sehen diese als Grund die Demo zu verschieben.
Die niedersächsischen Gärtner hatten vorige Woche auch in der TASPO zur Teilnahme an der Demonstration gegen den Erlass des Sozialministeriums zum Sonntagsverkaufsverbot aufgerufen. Die Demonstration war auf Drängen der Gärtner durch Peter Botz (Verband Deutscher Gartencenter) in Hannover angemeldet worden. Botz habe sich nun mit den Gärtnerkollegen daraufhin verständigen können, dass die Demo aufgrund der vielen, aktuell stattfindenden Gespräche mit der Politik zwar nicht aufgehoben, aber aufgeschoben werde.
Die Gärtner seien sich darüber einig, dass sie die Wettbewerbsverzerrung zu allen Nachbarbundesländern nicht weiter hinnehmen könnten und erwarten von der Politik eine neue Formulierung des Niedersächsischen Ladenöffnungsgesetzes, nachdem die Gärtner wie in Nordrhein- Westfalen Sonntags fünf Stunden statt drei Stunden öffnen dürfen.

Zahlreiche Medienberichte zum Sonntags-Verkaufsverbot

Wie den zahlreichen Presseberichten des Landes zu entnehmen war, haben die Gärtner mit ihrer Forderung nach einem Sonntagsverkauf eine breite Kunden-Öffentlichkeit auf ihrer Seite. Die Proteste gegen das niedersächsische Sonntags-Verkaufsverbot (siehe TASPO 20/11) in Gartencentern und großen Gärtnereien schlugen in den niedersächsischen Medien weite Wellen.
Wie beispielsweise die nwzonline.de berichtete, wurden 1.327 Unterschriften am 9. Juni an die wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Landtag, Gabriele König, übergeben. „Die Forderungen der Betriebe kann ich nur unterstützen“, sagte König dem Bericht zufolge im Beisein von Gärtnern aus dem Nordwesten und Vertretern der zuständigen Verbände.
Die Kunden könnten die Regelung überhaupt nicht verstehen, unterstrichen Gartencenter-Betreiber und Gärtnereien mit ähnlichen Erfahrungen in verschiedenen Medien Niedersachsens. Die Gärtner hofften nun auf die Einsicht der Politiker und darauf, dass sie in Niedersachsen zukünftig keine Wettbewerbsnachteile gegen über den Nachbarbundesländer mehr haben werden. Viele Gartencenter und Gärtnereien hatten ihre Kunden auf ihrer Homepage auf das neue Sonntagsverkaufsverbot hingewiesen und um deren Verständnis geworben, aber auch deutlich gemacht, dass man die Situation so nicht hinnehmen könne.
Seit dem 5. Juni sind alle Gartencenter in Niedersachsen an Sonntagen geschlossen, obwohl in den benachbarten Bundesländern, sowie im europäischen Ausland die Sonntagsöffnung von Gartencentern selbstverständlich ist, informieren die Gärtner. Auch der NDR griff in einer Fernsehsendung am 5. Juni das Thema auf (www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/media/hallonds3643.html). Mehr zum Thema auf Seite 4. (ts/rve)

Quelle: Taspo